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Monat: August 2020

Wandern in Coronazeiten

Wandern in Coronazeiten

Das Jahr 2020 hat unsere Welt verändert wie kaum ein anderes Jahr. Infolge der Coronakrise sind wir oft zu Hause geblieben, haben auf Fernreisen verzichtet und wir haben uns an Schutzmasken gewöhnt, welche nun unser Alltagsbild prägen. Selbst in den Bergen auf Wanderungen war man nicht sicher vor den Auswirkungen des Virus. Ich mag mich noch gut an eine Wanderung im Zürcher Tösstal erinnern, als wir auf einem nicht allzu schmalen Wanderweg einem älteren Ehepaar begegnet sind. Ich wurde vom Mann richtiggehend angeschnauzt, da ich offensichtlich nicht genug ausgewichen bin, um ausreichend Abstand beim Queren einzuhalten. Es zeigte sich schon dort, wie ungemein verschieden die Ängste der Menschen sind und wie anders die Abstandsregeln von jedem Menschen gehandhabt werden. Denn auf der gleichen Wanderung, sind wir auch vielen rüstigen Rentnern begegnet, welche das Gespräch mit uns gesucht haben und sich gerne auf einem Schwatz zu uns auf Bänkli gesetzt haben. Wie soll man sich also richtig verhalten? Es ist selbst in den Bergen kaum möglich, dass man sich korrekt verhält. Denn man sieht es andern Wanderern nun mal nicht an, ob sie zu den Corona-Ängstlichen zählen oder schon gar nicht an die Gefahren des Virus glauben.

Öschinensee Kandersteg

Von Bundes wegen gilt in den öffentlichen Verkehrsmitteln der Schweiz eine strikte Maskenpflicht. Dies gilt natürlich auch für Bergbahnen, insbesondere für Gondeln und Standseilbahnen, in welchen die Gäste sehr nahe beieinander stehen oder sitzen. Wenn man diese Regeln und auch die gängigen Hygienemassnahmen einhält, steht einer unbeschwerten Wanderung in der Schweiz natürlich nichts im Wege. Im Gegenteil: Die Schweizer Bergwelt ist gerade in der Coronazeit ein beliebtes Erholungsgebiet, wo man sich fernab von Menschenmassen in der frischen Luft bewegen kann. Natürlich trägt die Krise auf in den Bergen seltsame Früchte, denn auf einmal tummeln sich an den bekannten Hotspots Stadtmenschen in Turnschuhen, welche zuvor noch nie einen Fuss auf einen Wanderweg gesetzt haben. Doch sind wir ehrlich: Begibt man sich an Orte, welche nicht mit einer komfortablen Bergbahn erschlossen sind und wo man erst einmal 2 Stunden Aufstieg auf sich nehmen muss, so ist man schon sehr bald alleine oder nur noch unter Gleichgesinnten. Denn auch heute sind die Leute, welche gerne einen steilen Wanderweg auf sich nehmen und sich mit einem Sandwich selbst verpflegen, bedeutend dünner gesät, als Leute die mit der Bahn hochfahren und sich dann in der Beiz verpflegen. Bild: Schweizer Touristen-Hotspot Öschinensee bei Kandersteg.

Maggiatal – Die Perle des Tessins

Maggiatal – Die Perle des Tessins

Der Kanton Tessin, welcher auch als Sonnenstube der Schweiz bezeichnet wird, zählt zu den beliebtesten Ferienregionen des Alpenlandes. Der Kanton überzeugt mit mediterranem Klima, einer grünen Vegetation, welche die Berge bis zu den Gipfeln begleitet, einem gut ausgeschilderten Wanderwegnetz und nicht zuletzt mit glasklaren Flüssen, welche zum Baden einladen. Nebst dem Verzascatal gilt das Maggiatal zu den schönsten Tälern der Region. Schon am Anfang des Tales bei Ponte Brolla zeigt sich der Fluss Maggia mit umwerfenden Felsformationen von seiner schönsten Seite. Etwas höher gelegen auf der Höhe von Avegnio liegt der bei Deutschschweizern äusserst beliebte Campingplatz „Piccolo Paradiso“, welcher ein idealer Ort für erholsame Familienferien und ein guter Ausgangspunkt für vielseitige Wanderungen ist. Auch wenn der Campingplatz mittlerweile 4 Sterne ausweist und zu den teuersten des Kantons zählt, konnte er sich doch einen Teil des alten Charmes bewahren. Gerade die wenigen verbliebenen Zeltplätze im oberen Bereich, verfügen immer noch über eine eigene Feuerstelle, bieten sehr gute schattige Plätze und sind umringt von Tessiner Steinwänden. Der untere Teil des Zeltplatzes wird heute zu einem grossen Teil von Saisonmietern belegt und es wurden eine ganze Reihe von Ferienbungalows gebaut, welche dem neuen Trend vom luxuriösen Campen Rechnung tragen.

Maggiatal Tessin Avegno

Welche Ausflüge von Avegno bieten sich an?

Wer mit seiner Familie eine kleine Wanderung machen möchte, der folgt vom Zeltplatz aus der Maggia bergwärts und üerquert den Fluss bei der ersten Hängebrücke. Von dort an folgt man einem wunderschönen Wanderweg, teils entlang des Flusses und schlussendlich hoch über dem Tag bis zu einem kleinen Rustico-Dorf. Die Wanderung, welche ca. 2 Stunden dauert, endet dann in Ponte Brolla, von wo aus man wahlweise mit dem Bus oder zu Fuss zurück nach Avegno reisen kann. Ein wirklich schöner Tagesausflug ist der Wasserfall Salto bei Dorf Maggia. Man nimmt den Bus von Avegno und fahrt bis zur Station Maggia Centrale. Dann folgt man der Strasse rechts und folgt den Wegweisern zum Wasserfall. Der Wasserfall Salto ist eine wahre Augenweide und ist ein Traum für ein erfrischendes Bad im kühlen Wasser. In den Sommerferien tummeln sich aber sehr viele Locals und Touristen an diesem bekannten Ort, es empfiehlt sich dann denn Wasserfall erst gegen den Abend zu besuchen. Ohnehin sind schattige Plätze ein seltenes Gut, was ebenfalls für die kühleren Abendstunden spricht.